WhatsApp Pay & Mobile Payment: Aktuelles, Statistiken und Entwicklungen

 In Messenger Kommunikation, News

WhatsApp Pay, Facebook Libra oder Apple Pay – die Welt des Mobile Payment wird immer spannender. Um die gesamte Customer Journey auf Messenger wie WhatsApp abzudecken, ist das Thema Bezahlen mit dem Handy der Gamechanger – da sind sich alle Experten einig! Welcher Messenger kann mit seinen Smartphone Bezahlsystem punkten?   



Updates zu WhatsApp Pay / Mobile Payment 2020


Update 22. September 2020

Samsung Pay startet in Deutschland

Mit Samsung Pay kannst du mobile payment auf deinem Samsung Smartphones nutzen. Kredit- und EC, sowie Kundenkarten registrierst du einfach über die eigene App. Samsung Pay wird an allen Verkaufsstellen, an du kontaktlos Bezahlen kannst akzeptiert.

In anderen Ländern ist die Anwendung bereits verfügbar.

 

Samsung Pay ist in rund 25 Ländern verfügbar, darunter beispielsweise Spanien, Schweden und die Schweiz. Auch wenn Samsung Pay den Start noch nicht offi­ziell verkündet hat, besteht kein Zweifel daran, dass das mobile Payment schon in Kürze auch in Deutschland genutzt werden kann. Auf der deut­schen Samsung-Webseite wurde eine Regis­trie­rungs­seite einge­richtet, auf der Du Dich zum nächsten geplanten Test­lauf anmelden kannst.

Funktionieren wird Samsung Pay ähnlich wie Apple Pay  und weniger wie WhatsApp Pay. Es wird also nicht um das versenden von Geld gehen, wie bei WhatsApp Payment – sondern um das Bezahlen per hinterlegter Kreditkarte. Vor allem Samsung Galaxy-Watch-Besitzer würden von Samsung Pay profitieren. Obwohl es nämlich schon längst kontaktlose Bezahldienste von anderen Anbietern gibt, hat Samsung bislang darauf verzichtet, die Funktion auch für Smartwatch-User einzubinden.

 


Update 31. August 2020

Mobile Payment Deutschland: Viele Deutsche wollen nicht per Smartphone bezahlen.

Der Deutsche liebt eben sein Bargeld. Die Ergebnisse des Statista Global Consumer Survey in Deutschland im Jahr 2020 zeigen ein düsteres Bild zum Thema Mobile Payment, worunter ja auch WhatsApp Pay einmal zählen wird. Nur 19 Prozent der Befragten beantworteten die Frage ”In welchen Situationen würden Sie gern mit Ihrem Smartphone  bezahlen können?” mit ”Ich würde gerne immer mit dem Smartphone bezahlen”

mobile payment deutschland statistik


Update 30. August 2020

Apple Pay: Nun auch bei Sparkasse Kredit und EC – Karte mit Apple Pay

Apple Pay ist ein wichtiger Apple Business Chat USP gegenüber WhatsApp und Facebook Messenger. Damit kann Apple Business Chat für Unternehmen bereits heute die gesamte Customer Journey im Messenger abdecken.

Im Dezember 2018 startete Apple Pay in Deutschland: American Express, Comdirect, Deutsche Bank, Fidor Bank, Hanseatic Bank, N26 und Unicredit, gehörten zu den ersten banken die Apple Pay anboten. Nun zieht auch die Sparkasse nach. Seit mitte Juli 2020 bereits konnten Sparkassen-Kunden mit Kreditkarte Apple Pay nutzen. Jetzt bereits ist eine weitere Möglichkeit, die gerade in Deutschland für Bezahlen per Smartphone wichtig sein dürfte veröffentlicht wurden: Sparkassen Kunden können auch Giro- bzw. EC-Karten bei Apple Pay hinterlegen.

Hier einige Banken, die bereits Apple Pay anbieten.

Apple Pay welche Banken bieten es an


Update 24. Juni 2020

WhatsApp Pay: Brasilianische Zentralbank stoppt Online Bezahldienst von WhatsApp!

Nach dem Start von WhatsApp Pay, dem Online Bezahldienst von WhatsApp in Brasilien am 15.6.2020, wurde jetzt eine Woche später bekannt, dass die Zentralbank WhatsApp Pay, das auf dem Online Bezahlsystem Facebook Pay aufbaut, vorerst ausgesetzt hat. Der Grund ist eine “Vorab-Analyse der Marktaufsicht”, die erfolgen müsse. Zudem sieht die brasilianische Zentralbank “potentielle Wettbewerbsrisiken” durch WhatsApp Pay. Brasilien ist für den Messenger der weltweit zweitgrößte Markt mit über 120 Millionen Nutzer. Vor Brasilien liegt Indien mit +400 Millionen WhatsApp Nutzern auf dem ersten Platz.

WhatsApp hat in einem ersten Statement bekräftigt, dass es für seine WhatsApp Payment Lösung in Brasilien mit allen relevanten Akteuren eng zusammenarbeiten will, um einen baldigen Relaunch zu ermöglichen.

Unser Ziel ist es, allen WhatsApp-Anwendern in Brasilien digitale Zahlungen in einem offenen Modell zur Verfügung zu stellen, und wir werden weiterhin mit lokalen Partnern und der Zentralbank zusammenarbeiten, um dies zu ermöglichen. Darüber hinaus unterstützen wir das PIX-Projekt der Zentralbank für digitale Zahlungen und sind gemeinsam mit unseren Partnern entschlossen, mit der Zentralbank zusammenzuarbeiten, um unsere Systeme zu integrieren, sobald PIX verfügbar ist.

PIX ist ein Instant Payment System (Sofort-Bezahlsystem), das von der brasilianischen Zentralbank entwickelt und getestet wird. Während der Testphase hatte PIX bereits rund 1000 Finanzunternehmen, die sich beteiligt haben. Alleine etwa 30 dieser Finanzdienstleister hatten jeweils über 500.000 Kunden. Bei den Transaktionskosten für Unternehmen liegt PIX unter denen von WhatsApp. Experten gehen davon aus, das PIX gleich im ersten Jahr rund 20 Millionen Nutzer erreicht. Der Launch ist für November geplant.


Wissenswert: Entwicklung von WhatsApp Pay

WhatsApp öffnet sich seit ein paar Jahren sukzessive für Unternehmen. 2018 wurde die WhatsApp Business App vorgestellt, die sich nur an kleinere Unternehmen und Geschäfte richtet. In der Folge wurde die WhatsApp Business API vorgestellt, die speziell für mittlere und große Unternehmen entwickelt wurde, aber nur über ausgewählte Partner, sog. WhatsApp Business Solution Provider, wie zum Beispiel MessengerPeople zur Verfügung steht.

WhatsApp Pay und Mobile Payment: Parallel zur businessseitigen Öffnung läuft schon seit Februar 2018 eine Testphase für einen eigenen mobilen Bezahlservice in Indien. Den Test begonnen hat man im Juni 2018 mit einer Million Nutzern. Dabei hat WhatsApp sich mit diversen indischen Banken zusammengetan.

Übrigens: Auch im zweitgrößten Markt von WhatsApp, Brasilien (+120 Mio. User bei 212 Mio. Einwohnern), ist man in Sachen WhatsApp Pay nicht untätig gewesen. Die älteste Bank des Landes, die Banco do Brasil, hatte früh damit begonnen, sukzessive Finanztransaktionen (z.B. Geldtransfer, Kontostand etc.) via WhatsApp einzuführen. beispielsweise wurde 2019 ein Bargeld-Service gelaunched, mit dem Kunden Beträge im Wert von bis zu 80 Euro an einem Geldautomaten abheben konnen. Dieser 15. Service, den die Bank via WhatsApp realisiert, funktioniert per Chatbot recht einfach, wie ZDNET erklärt.

  1. Kontakt (Telefonnummer) der Bank im Adressbuch hinterlegen und nach Abhebung fragen
  2. Ein Chatbot mit IBM Watson Technologie fragt nach der Höhe des Betrages sowie nach dem PIN, den der Kunde eingeben muss
  3. Nach der Überprüfung erhält der Kunde einen Code zugesendet, der im Bankautomaten eingegeben werden muss und Gültigkeit für den Tag der Anforderung besitzt

Schließlich gab Facebook Ende 2019 bekannt, dass es mit Facebook Pay ein einheitliches Online-Zahlungssystem für seine “Family of Apps”, zu der neben WhatsApp auch der Facebook Messenger, die Facebook App und Instagram gehören, einführt.


Brasilien: WhatsApp Pay nach Start gestoppt

WhatsApp Payment Brasilien

In Brasilien können private WhatsApp Nutzer ab sofort Geld versenden oder Produkte direkt in WhatsApp bezahlen

Update: Heute (24.6.2020) wurde WhatsApp Pay von der brasilianischen Zentralbank vorerst gestoppt.

Überraschend und im Gegensatz zu den bisherigen Entwicklungen, kündigte WhatsApp in einem Blogpost an, dass ab dem 15. Juni 2020 in Brasilien mehr als 10 Millionen kleine und mittlere Unternehmen sowie Privatpersonen per WhatsApp Pay bezahlen und Geld versenden können.

Für Privatpersonen soll das Bezahlen und Versenden von Geld kostenfrei sein. Für Unternehmen ist eine kleine Verarbeitungsgebühr in Höhe von 3,99% des Betrages vorgesehen, die Unternehmen bisher etwa bei der Verarbeitung von Zahlungen per Kreditkarte entrichten mussten.

Neben Indien ist Brasilien der zweitgrößte Markt für WhatsApp. Mehr als 91% der Brasilianer, die WhatsApp auf ihrem Smartphone heruntergeladen haben, nutzen den Messenger mehrmals täglich. Im Hintergrund von WhatsApp Payment / WhatsApp Pay ermöglicht Facebook Pay die Online-Payment-Funktion bei WhatsApp (und nicht der UPI Ansatz, der in Indien verwendet wurde).

WhatsApp Pay: Erst WhatsApp Business App, dann WhatsApp Business API?

WhatsApp Pay in Brasilien ist aktuell für Unternehmen noch nicht über die WhatsApp Business API möglich, sondern nur über die WhatsApp Business App sowie für private WhatsApp Nutzer.

Langfristig will Facebook seine “Family of Apps” mit dem einheitlichen Online-Zahlungssystem Facebook Pay ausstatten. Der Vorteil daran soll in Zukunft u.a. sein, dass Nutzer mehrerer dieser Dienste wie Facebook Messenger, der Facebook App oder Instagram nur eine Kreditkarte hinterlegen müssen, um die Bezahl- oder Versendefunktion App-übergreifend nutzen zu können.


Zum Weiterlesen


Indien: WhatsApp Pay noch nicht gestartet

Indien hat über 400 Millionen aktive WhatsApp Nutzer pro Monat. Für die Messaging App bedeutet das, dass Indien den größten Markt darstellt. Da ist es naheliegend, dort einen solchen Test durchzuführen.

Dazu kommt ein weiterer Aspekt, denn das Land scheint nach seiner Bargeld-Reform geradezu prädestiniert für einen solchen Test. Außerdem hat Indien einen großen Anteil an “Mobile-Only” Usern. Über 70% der Internetnutzer in Indien besitzen keinen PC. Während hierzulande noch viele Online Einkäufe erst nach einer mobilen Recherche via Desktop getätigt werden, ist in Indien Mobile Payment führend.

In Indien können Nutzer der aktuellen WhatsApp Messaging App die Zahlungsoption (WhatsApp Payment) erhalten. Das gilt sowohl für Android als auch für iPhone-App Nutzer. Während der Einrichtung muss der User seine Handynummer bestätigen, und kann anschließend dann die entsprechende Bank auswählen.

WhatsApp Pay: Unified Payment Interface (UPI) für WhatsApp Payment in Indien

WhatsApp-Payment-device-mobile-payment-WhatsApp-UPI-Indien

Quelle: WABetaInfo

Der Screenshot zeigt das Setup für WhatsApp Payment per Unified Payment Interface (UPI) in Indien. Dabei handelt es sich um ein Echtzeit-Bezahl-System, das von der National Payments Corporation of India entwickelt wurde. UPI ermöglicht den direkten Geldtransfer auf mobilen Plattformen. Nach der Bestätigung des Nutzers, wird die gewünschte Summe von dem mit der Mobilfunknummer verbundenen Bankkonto abgebucht und dem Empfänger gutgeschrieben.

Da das System unabhängig von Öffnungszeiten, Sonn- oder Feiertagen ist, ist es in der indischen Bevölkerung sehr beliebt und wird offensichtlich als beliebte Alternative für Standardüberweisungen genutzt.


Europa: Online-Bezahl-Service von WhatsApp auch bald in Deutschland?

Da der neue WhatsApp Online-Bezahl-Service WhatsApp Pay bislang nur in Brasilien per Facebook Pay (Stand seit 24.6.2020: WhatsApp Pay ist in Brasilien vorerst gestoppt) und eingeschränkt in Indien per UPI verfügbar ist, stellt man sich hierzulande durchaus auch die Frage, ob sich die deutschen WhatsApp User auch bald über den Dienst freuen dürfen. Immerhin: 90% der deutschen Internetnutzer verwenden Messenger, 81% von ihnen nutzen WhatsApp.

Ob und wann man in Deutschland per WhatsApp Pay bezahlen kann, ist derzeit nicht bekannt. Einige Nachrichtenportale spekulierten in der Vergangenheit schon über die Zukunft des WhatsApp Bezahl-Services.

Connect.de zum Beispiel schrieb in einem Bericht: “Ob und wann ein ähnliches System in Deutschland oder Europa eingeführt wird, ist hingegen fraglich, da die entsprechende Infrastruktur hierzulande noch nicht etabliert ist.” BusinessInsider.de meint aber: “Es gilt als wahrscheinlich, dass der Service auch nach Deutschland kommen wird“.

Wenn es weitere Informationen zu anderen europäischen Ländern gibt, aktualisieren wir sie an dieser Stelle.

WhatsApp Payment & Mobile Payment in Deutschland: es bleibt schwierig!

Dienste wie z.B. Apple Pay, PayPal, Google Pay, Payback Pay, Sparkassen App uva. sind uns geläufig, weil wir sie schon einmal irgendwo gehört haben. Aber haben wir sie auch wirklich genutzt? Die Liste an Mobile Payment Lösungen ließe sich noch weiter fortsetzen.

Der rote Faden für alle diese Anwendungen müßte sein: bargeldlose, schnelle und einfache Transaktionen vor Ort, im Internet oder untereinander. Allerdings steht Mobile Payment in Deutschland eher am Anfang. Die Gründe dafür sind vielfältig. Es gibt zunächst einmal nicht die eine Bezahl-App schlechthin. Wie die Liste oben zeigt, gibt es viele, die Mobile Payment Lösungen anbieten. Die meisten zielen auf eine spezielle Gruppe.

Mobile Payment in Deutschland funktioniert derzeit wie folgt. Der Nutzer hat eine App, der er die Rechte zum mobile Bezahlen einräumen muß (Hinterlegung der Daten einer Kreditkarte – oder EC/Girokarte). Der Bezahlvorgang erfolgt via NFC-Terminal. Das Bezahlen stellt im Prinzip eine ganz normale Online-Überweisung (bzw. SEPA-Mandat) dar. NFC steht für Near Field Communication und entspricht einem Übertragungsstandard, der für den kontaktlosen Austausch von Daten geschaffen wurde.

Es gibt aber auch Apps für das Online Payment, die nur den Empfang oder Versand von Geldbeträgen ermöglichen sowie ggf. das Bezahlen von Käufen im Internet. Diese spielen beim Mobile Payment vor Ort im Geschäft keine Rolle. PayPal wäre ein solcher Anbieter, der als Bezahlmethode häufig im Netz und bei Online Shops anzutreffen ist. Hier würde PayPal künftig auf WhatsApp Pay treffen, wenn dies in Deutschland eingeführt würde.

Die Einführung von Apple Pay in Deutschland steht unmittelbar bevor (Stand November 2018). Detaillierte Informationen dazu findest du auf unserer Webseite. Für Mobile Payment via NFC benötigt es zudem Terminals oder entsprechende Lesegeräte. Wie man sehen kann, ist Google Pay schon recht weit, was Kooperationen mit dem Handel angeht. Diese gibt es längst nicht mit allen Geschäften, auch und gerade weil Deutschland ein Land des Bargeldes ist.

Zwar hat man sich längst an Giro- und Kreditkarten gewöhnt. Aber es gibt noch immer viele Geschäfte und Restaurants, die bargeldloses Bezahlen nicht akzeptieren.


3 Take Aways

  1. WhatsApp Pay ist in Brasilien gelaunched (Stand seit 24.6.2020: WhatsApp Pay ist in Brasilien vorerst gestoppt), in Indien ist es per UPI für viele WhatsApp Nutzer trotz Beta-Phase schon Realität. WhatsApp ist dort in Sachen Mobile Payment allerdings Nachzügler (Google Pay war schneller) und stand zuletzt auch unter Druck aufgrund von Fake News, die dort über die Plattform vermehrt versendet wurden.
  2. Der deutsche Markt für Mobile Payment ist fragmentiert. Einziger Standard für lokales mobiles Bezahlen ist derzeit NFC. Für diesen müßte WhatsApp Pay kompatibel sein, wenn es auch um stationäres Bezahlen gehen sollte, wie etwa bei Google Pay oder Apple Pay.
  3. Langfristig wird sich WhatsApp mit WhatsApp Pay genauso wie der Facebook Messenger in Sachen Mobile Payment weiter öffnen. Nutzer wollen zentrale Orte für ihre alltäglichen Prozesse statt viele verschiedene. Facebook besitzt längst die europaweite Lizenz für Geldtransfers. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Messenger wie WhatsApp mit seiner Ende-Zu-Ende-Verschlüsselung beim Mobile Payment in Deutschland mit von der Partie sind.

Zum Weiterlesen


Mit dem MessengerPeople News Service bleibst du immer up to date!

Jetzt anmelden


Bleib up to date!

Melde Dich jetzt für unseren montlichen Newsletter an.
Holler Box
customer-service-kundenservice-und-messengerWeihnachstkampagne mit WhatsApp