WhatsApp für Unternehmen DSGVO Datenschutz konform nutzen

 In Messenger Marketing News

WhatsApp & Datenschutz für Unternehmen? Klar! Man merkt es in jedem Gespräch mit Interessierten, potentiellen Kunden oder bei Vorträgen; das Interesse am Thema Datenschutz in Bezug auf die geschäftliche Nutzung von WhatsApp, Facebook Messenger & Co. ist groß.

Eines direkt hier: Mit MessengerPeople können Unternehmen WhatsApp Datenschutz konform und DSGVO ready nutzen! So geht es.

WhatsApp Datenschutz für Unternehmen – kurzer Überblick:  

Grundsätzlich muss man bei WhatsApp für Unternehmen und Datenschutz drei Rechtsverhältnisse gedanklich auseinander halten:

1) SmartphoneBesitzer – WhatsApp: 

Ein Smartphonebesitzer lädt sich auf sein Handy WhatsApp und akzeptiert im Zuge des Downloads die Nutzungsbedingungen von WhatsApp. Hierbei entsteht das viel diskutierte Szenario, dass WhatsApp auf diesem Smartphone Zugriff auf die persönliche Kontaktliste bekommt. In dieser Kontaktliste sind typischerweise auch Personen zu vermuten, die den Nutzungsbedingungen von WhatsApp nie zugestimmt haben. Dies wird von zahlreichen Juristen kritisch bewertet. Nutzen Unternehmen den Service von MessengerPeople, so ist dieses Problem auf Versenderseite vollständig aufgelöst. Versenden Unternehmen über den Service von MessengerPeople , so ist es rein technisch weder möglich noch notwendig, dass Kontaktlisten ausgelesen werden, ganz einfach weil weder die WhatsApp App noch ein Handy von dem Unternehmen benötigt wird!

2) WhatsApp Newsletter Versender (Unternehmen) – WhatsApp Newsletter Empfänger (Subscriber)

Hier ist zu beachten, dass ein sauberer und vollständiger Double-Opt-In (DOI) durchgeführt wird. Analog zu einem DOI, wie er im E-Mail-Marketing vorgeschrieben ist. MessengerPeople stellt hierfür ein Anmelde-Widget zur Verfügung. Dadurch wird ein Anmeldeprozess garantiert, der sowohl den technischen als auch den rechtlichen Anforderungen entspricht. In diesem Anmeldeprozess muss der Versender vom Empfänger bereits bei Anmeldung die Zustimmung zu Datenschutzbestimmungen einholen. Dies liegt in der Verantwortung des Versenders. MessengerPeople unterstütz hier gern und stellt einen von unseren Juristen erstellten Text zur Verfügung.

3) Newsletter Versender (Unternehmen) – MessengerPeople (Software Anbieter für WhatsApp Service)

Der Newsletter-Versender sammelt durch den oben beschriebenen Anmeldeprozess personenbezogene Daten (Handynummern) von den Subscribern ein. Diese personenbezogenen Daten werden von MessengerPeople gespeichert und sind von Mitarbeitern von MessengerPeople (z. B. Support) einsehbar. MessengerPeople verarbeitet also im Auftrag Daten. Daher bedarf es dafür einen AuftragsVerarbeitungsVertrag – eine AVV. Die MessengerPeople GmbH schließt mit allen ihren Kunden eine DSGVO-konforme AVV, die dieses Rechtsverhältnis regelt.

Hier gehen wir jetzt noch tiefer in die Details, wie WhatsApp Datenschutz für Unternehmen erlaubt ist.

  1. Einwilligung und Double-Opt-In
  2. Datenweitergabe an WhatsApp
  3. Umgang mit Nutzerdaten
  4. Juristische Einschätzung von Dienstleistern wie MessengerPeople

 


Messenger Marketing & Datenschutz: Updates 2018
Datenschutz

TIPP: In Sachen Einwilligung empfehle ich Euch auch das Interview mit dem bekannten Rechtsanwalt Carsten Ulbricht M.C.L., das wir vor kurzem zum Thema Datenschutz & Messenger Marketing geführt haben. Darüber hinaus haben wir auf unserem YouTube Kanal eine Playlist erstellt, in der ihr alles rundum das Thema Datenschutzgrundverordnung oder kurz DSGVO findet.


1) Messenger Marketing & Datenschutz: Einwilligung und Double-Opt-In

Im Messenger Marketing gelten in Sachen Datenschutz ähnliche Konditionen wie beim E-Mail-Marketing. Der entscheidende Punkt ist: es muss eine wirksame Einwilligung des Nutzer vorliegen.

Das bedeutet in der Praxis, dass ein Nutzer aktiv zustimmen muss, wenn er künftig einen Newsletter via WhatsApp, Facebook Messenger & Co. erhalten will. Machen wir das an einem praktischen Beispiel klar.

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Auf unserer Webseite und hier in unserem Magazin haben wir jeweils im Footer unser Widget integriert. Es bildet verschiedene Messenger (WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram, Insta) ab, auf denen man sich für unseren Newsletter anmelden kann.

FYI: Das Layout des Widgets für die Anmeldung kann vom Kunden individuell angepasst werden.

Klickt man beispielsweise WhatsApp an, kann man die aktuellsten News von MessengerPeople rund um das Thema Messenger Marketing abonnieren.

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Ein Abonnement unserer News via WhatsApp erfordert die wirksame Einwilligung des Nutzers. Diese besteht aus zwei Schritten:

  1. Die Akzeptanz unserer Datenschutzerklärung für die DSGVO-Konformität
  2. Die Aufnahme der angegebenen Telefonnummer in das eigene Adressbuch
  3. Aktive Sendung einer Nachricht mit dem Inhalt „Start“

Damit hat der Nutzer unsere News via WhatsApp abonniert und dafür ebenfalls seine Einwilligung gegeben.

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Dieser „Double-Opt-in“ Vorgang ist vergleichbar mit dem Abonnieren eines E-Mail-Newsletters, bei welchem der Nutzer in der Regel zunächst einwilligt zu abonnieren, um im Anschluss das Abonnement per Klick auf einen Bestätgigungslink zu aktivieren.

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Natürlich muss klar sein, dass der Nutzer, der jetzt unsere WhatsApp-News abonniert hat, jederzeit sein Abonnement kündigen kann (in dem er „Stop“ schreibt).

Dafür bieten wir ihm mittels des drei kleinen Punkte-Icons rechts oben auf dem Widget weitere relevante Informationen an. Dort findet sich auch der Hinweis auf den Datenschutz in puncto Newsletter-Widget von MessengerPeople .

Unser Service garantiert, wie eben dargestellt, eine gewerbliche Nutzung, bei der der Nutzer zuvor wirksam eingewilligt hat (Double-Opt-In).

WhatsApp stand zuletzt in der Kritik, da, sobald ein Nutzer den AGBs durch Verwendung zustimmte, sämtliche personenbezogenen Daten seines Adressbuchs zur weiteren Nutzung durch WhatsApp freigeben musste.

Als problematisch wurde hierbei angesehen, dass nicht nur Daten von Personen durch WhatsApp weiterverwendet werden, die durch Nutzung des Messengers dem zustimmten, sondern auch Daten von Personen an WhatsApp übermittelt werden, die durch Nichtnutzung des Dienstes diese Übermittlung ihrer Daten eigentlich verweigerten.

Da MessengerPeople keine Adressbücher zum Auslesen an WhatsApp bereitstellt, ist die gewerbliche Nutzung durch MessengerPeoplehierbei völlig unbedenklich.


UPDATE: Siehe auch nachfolgend das neue Video-Interview mit Dr. Carsten Ulbricht M.C.L. zum Thema Datenschutz, DSGVO und Messenger Marketing. Überdies haben wir dazu auch einen Artikel angefertigt sowie auf unserem YouTube Channel eine Playlist zu den Top-5 in Sachen Datenschutz & Messenger Marketing angelegt


2) Datenweitergabe an WhatsApp von Kontakten aus Telefonbuch des Handys

Oftmals wird angemerkt, dass WhatsApp die Kontaktdaten aus jedem Telefon auf dem die App installiert ist ausließt. Damit übermittelt jeder WhatsApp Nutzer automatisch auch Kontaktdaten an WhatsApp. Problematisch wird es in dem Fall, in dem diese Kontakte keine WhatsApp Nutzer sind und somit einer Übermittlung ihrer Daten an WhatsApp niemals zugestimmt haben. Für MessengerPeople Kunden spielt dies allerdings keine Rolle:

  • Unsere Kunden benötigen weder ein Handy noch ihre eigene Telefonnummer.
  • Sie müssen noch nicht einmal privat WhatsApp nutzen.
  • Daher können Unternehmen WhatsApp professionell nutzen ohne ihre eigenen Kontakte an WhatsApp zu senden.
  • Der Datenaustausch erfolgt ausschließlich über MessengerPeople als Dienstleister
  • Auch unsere Lösung tauscht keine unzulässigen Daten mit WhatsApp aus, da wir nur Daten von WhatsApp Nutzern im System haben.
  • Aus diesem und weiteren Gründen ist MessengerPeople auch DSVGO konform und große Firmen (und deren Datenschutz) aus aller Welt nutzen uns für ihre Kommunikation.

3) Messenger Marketing & Datenschutz: Umgang mit Nutzerdaten und Datenschutzerklärung

Der heilige Gral im Digital Marketing und speziell im Messenger Marketing ist der Umgang mit den Nutzerdaten. Hier gibt es grundsätzlich zwei Ebenen:

  1. Umgang der Plattform mit Nutzerdaten
  2. Umgang von MessengerPeople mit Nutzerdaten

Was den Umgang mit den Nutzerdaten und ihre Verarbeitung durch die Plattformen wie WhatsApp, Facebook Messenger & Co. betrifft, so können wir diesen nicht beeinflussen.

Was uns betrifft, so muss man unterscheiden. Ein Blick auf die aktuelle Datenschutzerklärung von MessengerPeople für die Webseite zeigt:

„Wir erheben auf unserer Website personenbezogene Daten nur, wenn diese für den von Ihnen gewünschten Zweck erforderlich sind und/oder Sie diese freiwillig angeben.“

Im Hinblick auf den Datenschutz in Sachen Newsletter und Chatbots via Messenger hilft ein Blick auf das Widget und dessen Datenschutzhinweise in den Punkten 3. Erhobene Daten und 4. Verwendung der Erhobenen Daten.

„MessengerPeople verwendet Ihre Daten ausschließlich, um es unseren Kunden zu ermöglichen, individuelle Nachrichten automatisch zu versenden. …

MessengerPeople stellt die erhobenen Daten dem jeweiligen Kunden zur Verfügung, wird aber keine Ihrer Daten an Dritte weitergeben. Von den erhobenen Daten können Teile für Mitarbeiter des Kunden, bei dem Sie sich eingetragen haben, sichtbar sein.“

De facto ist es derzeit aber bei den meisten Kunden so, dass durch Newsletter oder auch Chatbots nur selbst ausgewählte Daten erhoben werden, also die vom Nutzer registrierte Telefonnummer oder ggf. vom Nutzer selbst angegebene Interessen, diese sind vom Nutzer jeder Zeit in seinem Nutzerprofil einsehbar und kontrollierbar.

Beim Facebook Messenger verhält es sich etwas anders, hier können Nachrichten an die Abonnenten aufgrund des Profils des Nutzers an diese persönlich adressiert werden.

Wir schließen generell mit unseren Kunden Verträge zur Auftragsverarbeitung ab, kurz ADVs. Dies tun wir, weil wir in ihrem Auftrag personenbezogene Daten verarbeiten. Das wiederum geschieht streng datenschutzkonform und wird von unserem hauseigenen Datenschutzbeauftragten kontrolliert.

4) Datenschutz & MessengerPeople: +1.000 Kunden und juristische Einschätzung

MessengerPeople, sowie vielen anderen Unternehmen ist Datenschutz sehr wichtig. Mehr als 1000 Kunden, unter anderem auch Banken, legen bereits Wert auf Datenschutz -MessengerPeople
Wir haben inzwischen über 1.500 Kunden. Große wie kleine Unternehmen, Organisationen oder Parteien nutzen unsere Software erfolgreich und datenschutzkonform für ihre digitale Kommunikation. Hier Beispiele aus verschiedenen Branchen, die verdeutlichen, dass wir neben den staatlichen Datenschutzregelungen selbst den Datenschutzanforderungen großer und bekannter Brands und Organisationen gerecht werden.
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Zuletzt sahen wir beispielsweise, wie begeistert die SPD via WhatsApp die Einigung bei den Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU bekannt gab. Tipp: Mehr zur Kommunikation von Parteien via Messenger Marketing findet sich in unserem Branchen-Special.

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Im Hinblick auf die juristische Einschätzung zum Umgang von Nutzerdaten und ihrer Verarbeitung empfehlen wir einen Blick auf das Interview mit Dr. Carsten Ulbricht, Rechtsanwalt für IT-, internet- und datenschutzrechtliche Fragen, in welchem er dezidiert darlegt, wo die Verantwortlichkeiten liegen:

„Die datenschutzrechtlich spannende Frage ist, ob bzw. inwieweit das deutsche Unternehmen, welches WhatsApp einsetzen will, für die Datenverarbeitung auf und über WhatsApp verantwortlich ist, soweit kein tatsächlicher oder rechtlicher Einfluss auf die Datenverarbeitung besteht.

Daraus kann man ableiten, dass die Unternehmen eben nur dafür verantwortlich sind, soweit sie selbst personenbezogene Daten auf und über die App erheben oder verarbeiten. Dies lässt sich dann auch mit einer entsprechenden Einwilligung der Nutzer und der Beachtung einiger technischer Besonderheiten rechtskonform umsetzen.“

Der Stuttgarter Jurist weiß, wovon er spricht, berät er doch derzeit wie viele andere Kollegen und Kolleginnen auch vermehrt Kunden im Hinblick auf die Datenschutz-Grundverodnung (kurz DSGVO), die ab Ende Mai 2018 europaweit Anwendung finden wird.

„Im Gegensatz zur Richtlinie 95/46/EG, die von den EU-Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden musste, gilt die Datenschutz-Grundverordnung unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten ab dem 25. Mai 2018.“ Quelle: Wikipedia

Abschließend noch auf ein Wort mit Peter Pock, Datenschutzbeauftragter bei MessengerPeople. Er sieht den Datenschutz in enger Beziehung zum wirtschaftlichen Erfolg.

„Wir sind für die europaweite Anwendung der DSGVO gewappnet. Selbstverständlich versenden wir bei der Auftragsvergabe auch ADVs und klären unsere Kunden wie auch unsere Nutzer über datenschutzrelevante Aspekte auf.

Die Position von MessengerPeople ist klar: nur Transparenz im Umgang mit den Daten und ihrer möglichen Verarbeitung garantiert den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg unseres Startups.“


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