WhatsApp & Banken: Wie der beliebte Messenger erfolgreich in der Finanzbranche eingesetzt wird

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Banken & WhatsApp – Gemeinhin wird die Banken- und Finanzbranche als vergleichsweise konservativ und veränderungsresistent wahrgenommen. Das ist ein Trugschluss, wie in der Folge zwei Aspekte verdeutlichen.

Erstens steht diese Branche, wie auch andere Branchen, zurzeit unter enormen Anpassungs- und Veränderungsdruck durch die Digitalisierung. Nehmen wir alleine die Fintech-Branche mit ihren unzähligen Startups. Diese sorgen nicht nur mit ihren innovativen Produkten für Aufmerksamkeit bei Großbanken, Direktbanken oder den Sparkassen und Raiffeisenbanken. Seit einiger Zeit sind auch Event-Formate wie Barcamps oder Hackathons rundum das Thema Banking, Fintech etc. nicht mehr wegzudenken und gewinnen an Relevanz in der Branche.

Zweitens zeigen unsere nachfolgenden Cases, dass einige bekannte Player längst das Potential von Messenger Marketing erfasst haben und ihre Erfahrungen sammeln. Sie gehen dorthin, wo sich die Lebenswirklichkeit ihrer Kunden tagtäglich manifestiert. In einer Zeit, in der vor allem die Jüngeren mit Messengern groß werden, sollte sich die Finanzbranche Gedanken machen, wie sie mit zeitgemäßer Kommunikation den persönlichen Draht halten & verfestigen kann. Letztlich steht aber immer die zentrale Frage im Raum, wie es ein Finanzunternehmen schafft, Persönlichkeit und Vertrauen beim einzelnen Kunden zu zeigen bzw. zu erwerben.


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Mit der zunehmenden Angebots- und Produktvielfalt durch Direkt- bzw. Onlinebanken, durch Fintechs und auch durch Geschäftsbanken (Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Banken) werden Kunden flexibler in ihrer Bindung an einen Anbieter.

Wie wichtig die Öffnung des modernen Bankings hin zu modernen Kommunikationsgewohnheiten ist, belegt die Untersuchung von Accenture zu Banking: „Ready to Talk – Insights in conversational banking“. Zentrale Ergebnisse sind, dass Messenger nun der vom Kunden bevorzugte Kanal ist und personalisierte und automatisierte Kommunikation – v.a. Chatbots –  immer wichtiger werden.

Diese Einsichten basieren auf den Untersuchungen von Facebooks Nutzerstudie „More than a Message: The Evolution of Conversation“. Schon 2016, zum Veröffentlichungszeitpunkt der Studie, gaben fast 70% aller Befragten – sowohl Millenials als auch Baby Boomers –  an, dass sie eine Kommunikation via Messenger einem Anruf oder einer E-Mail bei weitem vorziehen. Dabei gaben 67% der Befragten gaben an, Messenger für Geschäftskommunikation nutzen zu wollen

„Messaging as a Marketing Channel: No Longer ‚if‘ but ‚When‘.

David Marcus, Vice President für Messaging Products bei Facebook

Egal wofür man sich entscheidet, die Kommunikation von Marken muss mit den unterschiedlichen Kundengruppen zeitgemäß realisiert werden. Jeder Dritte empfindet die Messenger-Kommunikation im Vergleich mit der traditionellen Unternehmenskommunikation via E-Mail und Telefon als wesentlich zufriedenstellender. Da ist es kein Wunder, dass bereits jeder Fünfte in Deutschland davon überzeugt ist, dass der regelmäßige Kontakt mit Unternehmen über WhatsApp & Co. längst Realität sein müsste.


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Kundenservice und WhatsApp: 7 Push Notification Cases aus der Versicherungsbranche

 


Die Sparda-Bank München bietet ihren Kunden einen Service via WhatsApp an, der es den Nutzern beispielsweise ermöglicht, in einem Live-Chat persönliche Anliegen zu klären. Daneben gibt es regelmäßig aktuelle Informationen zu Produkten und Services sowie zu Sonderaktionen, bequem und direkt im Messenger. Das Feedback der Abonnenten ist bisher ausgesprochen gut.


Die Raiffeisenbanken Wien bietet ihren Kunden via WhatsApp Service- und Informations-News. Mit Online Beratern können Termine im 1 zu 1 Chat ausgemacht werden. Außerdem werden in erhalten die Nutzer im Bedarfsfall direkt wichtige und aktuelle Informationen zu Produktneuheiten. Alles in allem haben die Kunden bisher ein positives Feedback erhalten.


Die Volksbank Mittlerer Schwarzwald bieten ihren Kunden Service und Informationen via WhatsApp. Dabei werden persönliche Anfragen auch im 1 zu 1 Chat geklärt. Der Hinweis zu aktuellen Produktneuheiten, Sonderaktionen, Nutzerumfragen oder Sponsoringaktivitäten fehlt genauso wenig wie die regelmäßige Aussendung von Tipps. Holt euch im Inteview mit Nora Limberger exklusive Tipps und spannende Insights für Bankberatung, Kundenbetreuung und -service im Messenger: „7 Fragen an die Volksbank Mittlerer Schwarzwald“


Die Sparkasse Nürnberg setzt WhatsApp als Informationschannel für ihre privaten Kunden ein und liefert den Nutzern via WhatsApp aktuelle Informationen über Produktneuheiten und Sonderaktionen (z.B. Sponsoring Veranstaltungen) sowie Verlosungen und Gewinnspiele bequem direkt in den Messenger.


DWS Investments bietet mit seinem WhatsApp Channel Kunden und Interessierten Support in allen Fragen rund um den persönlichen Vermögensaufbau, die private Altersvorsorge oder Tipps zur Planung von Geldanlagen. Alle Nachrichten werden durch Abbildungen, beispielsweise zu wichtigen Börsenkursen, ergänzt.


Die Trader News von Stockstreet bieten im Gegensatz zu den bisher gezeigten WhatsApp Services für private Kunden und Anleger eine Lösung für Profis an. Hier gibt es Informationen von Tradern für Trader, etwa mit einem morgendlichen Aus- und Überblick zum aktuellen Stand der Börse.

Im Laufe des Tages werden weitere 1 bis 2 Meldungen ausgespielt, die höchst informative Börseninformationen enthalten und so professionellen Anlegern ohne Zeitverzögerung und Umwege die wichtigsten Informationen für Ihre nächste Anlagestrategie in den Messenger schicken.

 


Comdirect bietet Informationen zu den aktuellen Börsenkursen in den Trading News via WhatsApp. Dieser Service für Bank-Kunden, der zweimal am Tag erscheint, bietet einen schnellen Überblick schnelle Infos zu Kursverläufen. Dies passiert alles in einem übersichtlichen und mit Bildern versehenen Newsletter, der zweimal pro Tag ausgeliefert wird.


Biallo, das Onlineportal für Privatanleger (Tipps zu Finanzen, Soziales, Versicherungen etc.) verlängert seine Beratung via WhatsApp. Dort erhalten Interessierte Top-News und Anlagetipps, etwa, mit der welche Bank gerade den besten Zinssatz bietet oder welche Geldanlage sich gerade überdurchschnittlich entwickelt.


Mit dem zur Sparkassen App „Kwitt“ gehörenden Chatbot im Facebook Messenger, spricht die Traditionsbank nun ein jüngeres Zielpublikum an.

Mit der #Kwitt Kampagne wollten wir eine recht junge Zielgruppe erreichen und diese verbringt ihre Zeit am meisten Online und in Messenger Apps.
Pieter Snoeck, Creative Director Digital JVM/Spree

Abseits von Formularen und klassischer Bankberatung können personalisierte Videos mit Hilfe des Chatbots erstellt werden – was nicht nur Unterhaltungswert hat, sondern auch ein unkompliziertes Bezahlverfahren für Sparkassenkunden mit Kwitt App ermöglicht. Das Versenden von kleineren Geldbeträgen funktioniert so ganz unkompliziert ohne TAN Verfahren – aber mit hohem Unterhaltungswert!

Die personalisierten Videos sollen nicht nur Bankgeschäfte interessanter machen indem auf humorvolle Art der Freund noch daran erinnert werden kann, dass er Geld schuldet, sondern die Videos können auch für die private Kommunikation geteilt werden, um zur nächsten Party zu laden oder einfach mal „Hallo“ zu sagen. Zu Ostern wurde der muskelbepackte Kwittbot dabei von seinem Kollegen, einem sprechenden Hasen unterstützt.

Überzeugt hat Kwitt seine Nutzer vor allem durch das kreative Storytelling und den personalisierten Content sowie die Verbindung zum einfachen Versenden von Geld.


Ihr sucht weitere Inspirationen und Projekte aus der Banking- bzw. Finanzbranche, die begeistern? Wir haben mit Jung von Matt/Spree, den Köpfen hinter dem Sparkassen Bot über die Vorteile von Messenger im Finanzwesen gesprochen: „7 Fragen an Pieter Snoeck, Creative Director Digital…“ Jung von Matt/SPREE.


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Titelbild Food