Warum sich Messenger Marketing gegenüber Social Media durchsetzt!

 In Messenger News

Anfang des Jahrhunderts zählten zu den beliebtesten Netzwerken Online-Plattformen wie MySpace und StudiVZ. Bis im Jahr 2008 Facebook auf der Bildfläche erschien und die User scharenweise zum neuen Sozialen Netzwerk wechselten. Ein ähnliches Schicksal könnte jetzt auch Facebook selbst drohen. Umfragen zeigen einen deutlichen Trend: User wechseln derzeit zu neuen Kommunikationsanbietern – den Messengern.

1. Herausforderungen des Social Media Marketings

Soziale Netzwerke sehen sich derzeit vor einigen Problemen. Allen voran ist es aber die Erreichbarkeit der Zielgruppen, die den Netzwerken zu schaffen macht. Auf Facebook sind mittlerweile 70 Mio. Unternehmen vertreten. Letztendlich führt das zu einer Informationsflut, die von den Usern kaum noch erfasst werden kann.

Mit dem Facebook Algorithmus versucht Facebook genau diesem Problem entgegenzuwirken. Der Algorithmus soll Nachrichten filtern, sodass Usern nur relevante Inhalte im Newsfeed angezeigt werden.

Für Unternehmen bedeutet der Algorithmus aber, dass ihre Nachrichten an Nutzer seltener ausgespielt werden und nicht alle Nutzer, die erreicht werden könnten, auch erreicht werden. Denn es werden im Schnitt nur noch ca. 5% der Nachrichten an die Nutzer ausgeliefert. Eine Studie von Buzzsumo, die 880 Millionen Facebook Posts zwischen Juli 2016 und  Juni 2017 genauer unter die Lupe nahm zeigte, dass die Engagement Rates der Posts zwischen Januar 2017 und Juni 2018 um ganze 20% gesunken sind.

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Folglich kann organische Reichweite kaum noch generiert werden. Unternehmen haben hier natürlich die Möglichkeit, durch das Ausspielen von Anzeigen ihre Reichweite zu steigern. Allerdings ist auch hier die Klickrate mit gerade einmal 0,9% sehr niedrig.

Auch das Image von sozialen Netzwerken hat sich dank Fake News, Hasskommentaren und Clickbaiting ins Negative gewandelt und nun passiert das, was zuvor Plattformen wie MySpace wiederfahren ist: Die User wandern zu neuen Kommunikationsplattformen ab.

2. Trendwechsel: Messenger-Kommunikation

Eine Studie der Investmentbank Piper Jaffray befragte 6350 Jugendliche im Durchschnittsalter von 16 Jahren zu ihren Nutzungsgewohnheiten in der Sozial-Media-Kommunikation. Das Ergebnis: Facebook vollzieht derzeit einen Wandel, wie andere Online-Plattformen bereits zuvor. Die Community wandert zu WhatsApp, Instagram, Snapchat und Co ab. Diesen Trend hat Facebook erkannt und einen eigenen Messenger im Angebot, der sich ebenfalls starker Beliebtheit erfreut.
Im Jahr 2015 haben erstmals die Nutzerzahlen der vier größten Messenger Apps die der vier größten sozialen Netzwerke übertroffen.
Auch die App-Downloadzahlen zeigen, wie beliebt die Messenger mittlerweile sind. Eine Erhebung der weltweiten Downloadzahlen im Google Playstore zeigt die klare Dominanz der Messenger. WhatsApp liegt mit 103,64 Mio. Downloads auf Platz eins, gefolgt vom Facebook Messenger mit 84,48 Mio. Downloads. Erst auf Platz drei mit 40,99 Mio. Downloads folgt Facebook.
Auf diesen Wechsel gilt es nun für Marketer zu reagieren. Denn dieser Trendwechsel verspricht auch für Unternehmen zahlreiche Vorteile gegenüber Social-Media-Kanälen.

3. Vorteile von Messenger Marketing

Junger Kanal: Messenger Marketing ist eine sehr junge Disziplin. Noch kann man den First-Mover-Effekt nutzen und dadurch das eigene Angebot im Messenger etablieren. Hierbei sind zahlreiche Einsatzmöglichkeiten denkbar, z.B. Support im Messenger, Bearbeiten einfacher Anfragen durch Chatbots, Entertainment, Informationsservice und vieles mehr.

Heterogene Zielgruppe: Messenger sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Anders als in sozialen Netzwerken, gibt es keine altersspezifische Nutzungskonzentration. Messenger werden in der alltäglichen Kommunikation von Jung und Alt verwendet. So erreicht man im Messenger mit größerer Wahrscheinlichkeit die richtige Zielgruppe.

Starke Performance: Messenger-Nutzer sind in der Regel sehr gut erreichbar. Das liegt zum einen auch daran, dass Messenger die privatesten Kanäle zum Kunden sind. Mit Öffnungsraten von 90% und Klickraten bei 20-30%, erreichen Informationen im Messenger wesentlich effektiver als in anderen Medien.

Viralität/Sharing: Informationen können im Messenger sehr einfach geteilt werden und werden als Share genauso angezeigt wie man sie selber im Messenger sieht. Teilt man dagegen Inhalte in sozialen Netzwerken, besteht eine starke Abhängigkeit von den hinterlegten Informationen. Im besten Fall hat man Open Graph Daten hinterlegt, die dann beim Sharing ausgelesen werden können und den Inhalt wie gewünscht darstellen. Hat man diese Daten jedoch nicht hinterlegt oder sind diese auf Grund eines Fehlers nicht auslesbar, zieht sich das soziale Netzwerk die erstbesten Informationen und Bilder aus einer Website und man hat keine Kontrolle über die Darstellung des Inhalts. Zudem können geteilte Informationen schnell durch Algorithmen in sozialen Netzwerken ausgebremst und an Freunde erst gar nicht ausgespielt werden.

Keine Algorithmen: Nachrichten, die Du im Messenger an Deine Zielgruppen senden, erreichen diese direkt. Inhalte werden durch keinen Algorithmus ausgefiltert, sondern erreichen genau die richtigen Nutzer, da diese sich bewusst für Deinen Kanal angemeldet haben. Vielleicht ist die Anzahl an Abonnenten in Deinem Messenger Kanal etwas geringer als in sozialen Netzwerken, dafür ist die Qualität der Nutzer aber um ein vielfaches höher.

Geringe Entwicklungskosten (z.B. im Vergleich zu Apps): Die Entwicklung einer App kann je nach Komplexität schnell mehr als 100.000 Euro kosten. Im Messenger Marketing fallen wesentlich geringere Kosten an. Hinzu kommen bei Apps noch Kosten für Wartung, Updates und Weiterentwicklung. Messenger sind bereits fertige Apps. Zwar fallen auch hier Kosten für den laufenden Betrieb an, allerdings in wesentlich geringerer.

Rückkanal: Messenger bieten einen einfachen Weg, mit dem Nutzer in Kontakt zu treten. Über die Chatfunktion kann Ihr Kunde einen direkten Dialog mit Ihnen starten. Der beste Weg, um eine loyale Kundenbeziehung aufzubauen.

Multimedialität: Messenger unterstützen die Kommunikation mit Multimediainhalten ideal. Sowohl beim Versand von Messenger Newslettern, als auch im Chat hat man die Möglichkeit Videos, Bilder, Audio-Dateien oder PDFs zu verschicken. So können ganz neue Erlebniswelten für den Kunden geschaffen werden. Z.B. kann ein Kunde bei einem Problem mit einem Produkt schnell ein Bild schicken, sodass der Supportmitarbeiter eine schnellere Lösung für das Problem finden kann. Ähnliches ist auch für Audiodateien oder Videos denkbar. Diese können per Chat gesendet und zu einem späteren Zeitpunkt von einem Support-Mitarbeiter bearbeitet und auf dieselbe Art und Weise beantwortet werden.

Chatbots unterstützen: Chatbots sind ein smarter Schritt in Richtung Automatisierung der Messenger-Kommunikation. Als kleine Programme im Messenger ermöglichen Chatbots Anwendungen z.B. für Entertainment, Brandpromotion, Produktinformation, Hotelbuchung etc.

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4. Fazit

Es gibt zahlreiche Gründe, warum Messenger Marketing zunehmend eine größere strategische Rolle im Marketing Mix spielen. Vor allem sind es aber die zahlreichen Vorteile, die das Messenger Marketing gegenüber anderen Marketing-Disziplinen bietet.
Auf diesen Trend sollten Unternehmen strategisch reagieren, ihre Kommunikation an die Anforderungen der Messenger anpassen und die Bewertung der verschiedenen Kanäle im Marketingmix neu überdenken.

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