Messenger Marketing – The Next Big Thing?

 In Messenger News

Verkaufs- und Werbeschwerpunkte verlagern sich zunehmend ins Internet. Alles wird digitaler, mobiler, alles geht online und Innovationen werden schneller vorangetrieben. Für Marketer ist es essentiell, hier Schritt zu halten und sich regelmäßig einen Überblick über neue Online-Marketing-Kanäle und -Entwicklungen zu verschaffen.  Die Veränderungen im Marketing bringen regelmäßig Trends hervor, die es möglichst schnell zu besetzen gilt.

1. Modernes Online Marketing

Die Komplexität im Marketing hat innerhalb der vergangenen 100 Jahre deutlich zugenommen. Besonders durch die immer intensivere Nutzung des Internets erschließen sich schneller neue Möglichkeiten für die Vermarktung von Produkten und Marken.

Für ein besseres Verständnis der neuen Anforderungen im Marketing kann als Ausgangspunkt die Definition von SEM Deutschland herangezogen werden:

„Online-Marketing, auch Internetmarketing oder digitales Marketing genannt, umfasst alle Maßnahmen und Instrumente, die dazu beitragen, eine Marke, ein Unternehmen oder ein Angebot auf dem digitalen Markt zu positionieren und über das Internet zu verkaufen.“

Digital ist hierbei eines der wichtigsten Schlagwörter. So fallen auch neue Kanäle wie das Mobile Game „Pokémon Go“ unter diese Definition. Übrigens ein schönes Beispiel für neue Online-Vermarktungsplätze: Laut TechCrunch gelang es einer New-Yorker Pizzeria den Umsatz um 75% zu steigern – allein dadurch, dass eines der Pokémons im Lokal eingefangen werden konnte.

Digitale Kanäle bieten also zahlreiche Vorteile, die klassische Kanäle nicht leisten können. Die wesentlichen Merkmale von Online-Marketing sind die gute Messbarkeit und die Möglichkeit, Kampagnen genauer und mit wenig Aufwand über verschiedene Kanäle streuen zu können. Ein Vorteil, denn Budgets können genauer geplant und Online-Marketing-Maßnahmen zielgerichteter eingesetzt werden. Doch welche Kanäle spielen langfristig überhaupt noch eine Rolle und auf welchen muss ein Unternehmen tatsächlich vertreten sein?

Betrachtet man die Entwicklungen im Online-Marketing der vergangenen Jahre, wird eines deutlich: Kommunikationsparadigmen ändern sich immer schneller und aus den digitalen Schlüsseltechnologien entwickeln sich ständig neue Kanäle, die zur Pflicht für ein zukunftsorientiertes Unternehmen werden.

 

2. Entwicklungen im Online-Marketing

Um die Jahrtausendwende wurde neben den klassischen Kanälen TV, Print und Radio das Internet als Werbekanal immer wichtiger. Ein Webseitenauftritt wurde zur Pflicht. Das ermöglichte erstmals einen direkten Dialog zwischen Sendern und Empfängern. Soziale Netzwerke wie Facebook, LinkedIn, Xing und Co. befähigten Marken zum intensiven Austausch mit ihren Kunden, aber auch die Kunden zum Dialog untereinander.

Hier entwickelten sich bereits zahlreiche Marketingdisziplinen:

  • Organische Suche
  • Search-Engine-Advertising
  • Display-Advertising
  • E-Mail-Marketing
  • Affiliate-Marketing
  • Soziale Netzwerke

Der nächste große Paradigmenwechsel fand dann mit dem Launch des ersten iPhones statt.

Wurden die ersten internetfähigen Mobiltelefone noch belächelt, fand 2007 mit der Vorstellung des ersten iPhones eine Trendwende statt. Inhalte mussten jetzt auch responsive dargestellt werden und die Usability auf mobilen Endgeräten spielte eine immer wichtigere Rolle. Um die mobile Verfügbarkeit von Unternehmensangeboten noch besser zu gewährleisten, etablierte sich zudem eine neue Technologie, die der Apps.

Apps sind kleine Programme, die auch Unternehmensangebote auf einem mobilen Endgerät verfügbar machen können und darüber hinaus auf die Spezifikationen eines Smartphones angepasst sind. Über hier ausgespielte Werbung, bezahlte Inhalte oder kostenpflichtige Apps wurden neue Absatzmärkte gefunden.

Apps können über einen App-Store runtergeladen werden und genau hier entwickelt sich zunehmend ein Problem für diese Technologie. Zahlreiche Marken erkannten schnell den Wert der Apps, sodass die App-Stores mittlerweile hoffnungslos überfüllt sind. Die Konsumenten können das Angebot kaum noch überblicken.

Downloads und Nutzungsdauer von Apps nehmen derweil immer weiter ab. Nur noch einige Wenige sind tatsächlich (noch) im Dauergebrauch.

Klar durchgesetzt haben sich die Messenger-Apps. Die Liste in Deutschland führt WhatsApp an, auf Platz zwei folgt dann der Facebook Messenger, dahinter liegt Snapchat (App Anni). Meist haben die Nutzer sogar mehrere Messenger installiert und parallel im Gebrauch.

 

3. Messenger-Kanäle

Messenger-Kanäle wurden bislang hauptsächlich in der privaten Kommunikation verwendet. Für Marketer ein großer Vorteil: Sie erreichen ihre Zielgruppe dort, wo sie sich ohnehin aufhält. Der nächste große Paradigmenwechsel in der Kommunikation steht somit an.

 

Im Jahr 2015 nutzten erstmals mehr Menschen Messenger- als Social Media-Apps. Wie Jan Koum erst kürzlich verkündete, erreicht der Messenger WhatsApp mittlerweile mehr als eine Milliarde aktive Nutzer, die:

  • täglich 42 Milliarden Nachrichten verschicken
  • 1.6 Milliarden Fotos am Tag versenden
  • 1 Milliarde WhatsApp-Gruppen gebildet haben
  • 250 Millionen Videos am Tag teilen

Auch der Facebook Messenger erreichte bereits im Juni eine Milliarde aktive Nutzer. Die unglaublichen Reichweiten sind aber nur einer der Gründe, warum der Messenger-Kanal jetzt immer wichtiger wird. Messenger bieten zahlreiche Vorteile, die andere Marketing-Kanäle bislang nicht leisten konnten.

 

4. Gründe für Messenger

Messenger Kanäle entwickeln sich also immer mehr zu einem Pflichtangebot im Marketing. Und diese Gründe sprechen dafür, dass sich Messenger als neuer Marketing-Kanal dauerhaft etablieren:

Keine Abhängigkeit vom Google oder dem Facebook-Algorithmus:
Mit Messengern werden alle Abonnenten erreicht. Unabhängig von einem Algorithmus oder einem bestimmten Geldbetrag, den man ausgeben muss.

Realtime-Kontakt im Sperrbildschirm:
Messenger bieten einen erheblichen Vorteil in der Kundenkommunikation: Benachrichtigungen im Sperrbildschirm werden von den Nutzern dauerhaft akzeptiert, weil Messenger als privater Kanal gelten.

Breitere Zielgruppe mit hohem Reichweitenpotenzial:
Messenger werden mittlerweile quer durch alle Altersgruppen verwendet. Auch die globale Erreichbarkeit ist wesentlich einfacher. Smartphones sind zudem weit verbreitet und werden von über 2,3 Milliarden Menschen  (Stand 2017) aktiv genutzt.

Hohe Öffnungsraten und CTR (Click Trough Rate):
Messenger erzielen Öffnungsraten im Durchschnitt von 90 Prozent und Klickraten von 30 Prozent. Werte, die mit anderen Kanälen schon lange nicht mehr erzielt werden können.

Loyale Abonnenten:
Die Abmelderate auf Messenger-Kanälen beträgt im Schnitt unter einem Prozent. Mit Messengern werden direkte Beziehungen zum Abonnenten geschaffen – die Kundenloyalität bleibt so langfristig erhalten.

Direkter Kommunikationskanal zu den Unternehmen: 
Kunden können über Messenger mit einem Unternehmen direkt in den Kontakt treten. Die Öffentlichkeit ist dabei ausgeschlossen. Shitstorms, Hate Speech und Ähnliches gibt es in diesem Kanal folglich nicht. Ergo: Die Kundenzufriedenheit steigt.

Content gelangt einfacher in die private Kommunikation der Nutzer:
Im Messenger kann Content ganz einfach geteilt werden. So finden auch Unternehmensinhalte schneller ihren Weg in die private Kommunikation der potenziellen Kunden.

Junger Kanal:
Messenger werden erst jetzt als Marketing-Kanal entdeckt. Daher ist es noch sehr einfach, hohe Sichtbarkeit zu erreichen und stabile Kundenbeziehungen aufzubauen.

5. Fazit

Vieles spricht dafür: Messenger sind das „Next Big Thing“ in der Kundenkommunikation. Kunden können auf dem Kanal in einer ganz neuen Form erreicht werden. Die persönliche Ansprache, der direkte Austausch und die Möglichkeit die Kommunikation zu automatisieren sind eindeutige Argumente dafür, dass sich jeder, der auch zukünftig seine Kunden noch erreichen möchte, mit diesem Thema auseinandersetzen wird.

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