Messenger Newsletter – Diese fünf Alternativen zu WhatsApp hast du!

 In Messenger Kommunikation

Gibt es eine Alternative zum WhatsApp Newsletter? WhatsApp ist der beliebteste Messenger Dienst in Deutschland und wurde lange Zeit sehr erfolgreich von vielen Unternehmen zum Versand von Messenger Newsletter genutzt. Doch damit ist bald Schluss – ab 7. Dezember 2019 dürfen Unternehmen offiziell keine Newsletter mehr über WhatsApp an Ihre Kunden versenden.


Die fünf Alternativen:


Wie dürfen Unternehmen WhatsApp nutzen?

Seit Sommer 2018 bietet WhatsApp, als Alternative zum WhatsApp Newsletter, eine die WhatsApp Business API an, über die Nutzer mit Unternehmen in Kontakt treten können. Zunächst nur über eine handvoll WhatsApp Business Solution Provider wie MessengerPeople und nur für ausgewählte Unternehmen. Dabei kann man zwischen zwei Kundenservice Funktionen in der WhatsApp Business API unterscheiden:

  1. Mit der „Customer Service“-Funktion können Unternehmen die Fragen ihrer Kunden in einem WhatsApp-Chat beantworten. Die Anzahl der Chats ist unlimitiert und kostenfrei für beide Seiten. Allerdings: wenn die letzte Nachricht im Chat länger als 24 Stunden her ist, ist es dem Unternehmen nicht mehr möglich, den Kunden zu kontaktieren.
  2. Notification spielen eine Rolle in der Kommunikation mit dem Kunden außerhalb des genannten 24-Stunden-Kundenservice-Fensters. Sie erlauben es Unternehmen, in einem eng gesteckten Rahmen, deren Kunden Nachrichten zu schicken – ähnlich einer SMS oder E-Mail Nachricht. Diese „Notifications“ sind außerhalb des 24-Stunden-Fensters kostenpflichtig für das jeweilige Unternehmen und nur unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen. Alles zum Thema WhatsApp Notifications erfährst du in unserem Beitrag WhatsApp Business API: Was sind Notifications?

Kein WhatsApp Newsletter mehr – das sind deine Alternativen:

Wer nicht auf die Mechanik von Push-Nachrichten über Messenger verzichten möchte, hat einige spannende Alternativen zum WhatsApp Newsletter: Facebook, WeChat & Co. bieten spannende Möglichkeiten für Unternehmen, um ihre Kunden weiterhin mit neusten Angeboten und Informationen zu versorgen. Welche Möglichkeiten es gibt und welche Vor- und Nachteile sich hinter den Diensten verbergen erfahrt Ihr hier.

1) Facebook Messenger – Newsletter via Subscription oder Sponsored Messages

Der Facebook Messenger ist der zweitbeliebteste Messenger Deutschlands mit ca. 31 Mio. Nutzern und wird schon erfolgreich von vielen Unternehmen wie Lego, Bild oder dem 1. FC Köln genutzt. Der Facebook Messenger bietet zwei verschiedene Methoden für Unternehmen an, um News zu verschicken. Wer eine wirklich breite Masse erreichen will, für den ist der Facebook Messenger die einzige wirkliche Alternative zum WhatsApp Newsletter:

1. Subscription Messages

  • kostenlos
  • Abonnenten müssen sich aktiv für den Newsletter anmelden
  • Inhalte dürfen keine Werbung enthalten – erlaubt sind Infos über Events oder in den Kategorien Sport, Finanzen, Wirtschaft & Co., sowie Erinnerung und persönliche Tracker (Fitness, Gesundheit)
  • Als Unternehmen musst du dich für den Dienst bewerben

2. Sponsored Messages

  • Bei Facebook Messenger gibt es auch ein 24h Kundenservice Fenster, d.h. innerhalb dieses Fensters kann das Unternehmen kostenlos auf Nachrichten von Kunden antworten. Außerhalb dieses Fensters sind Nachrichten von Unternehmensseite kostenpflichtig.
  • auch werbehaltigen Inhalt erlaubt
  • Zu buchen über den Ad Manager, mit Kosten verbunden
  • Als Zielgruppe darfst du nur Nutzer adressieren, mit denen du vorher schon einmal im Facebook Messenger in Kontakt warst

Beachte: Du musst den Newsletterversand per Chatbot auf dem Facebook Messenger bis zum 31. Juli 2019 verifizieren lassen. Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag Facebook Messenger Newsletter Versand via Chatbots verifizieren.

Facebook Messenger NewsletterFacebook Messenger Newsletter Screenshot

Noch mehr Infos, Beispiele und Tipps zum Facebook Messenger haben wir für dich hier zusammengefasst: Messaging Apps & Brands: Der Facebook Messenger.


2) WeChat – Messenger Newsletter in China

WeChat ist DER Messenger in China und für Chinesen. Für den Rest der Welt spielt er kaum eine Rolle, sodass es ratsam ist, sich für den Chinesischen Markt einen Experten zu holen. Wir haben Sven von der Agentur Storymaker daher für einen kurzen Gastbeitrag gewinnen können:

„Bei WeChat sind Newsletter die Grundlage von Marketing auf der Plattform – auf der dann erweiterte Funktionen wie E-Commerce, Mini Programme, CRM und Co. komplementär laufen. Im Gegensatz zu Personen-Accounts, die als App auf dem Smartphone laufen, sind die Firmenaccounts – bei WeChat heißen diese „Official Accounts“ – vor allem am Desktop bedienbar. Sie haben auch ganz eigene Funktionen und Mechanismen und sind losgelöst von den Personen-Accounts. So können Official Accounts z.B. nicht in WeChat Chatgruppen eingeladen werden und auch die Interaktion aus Kundensicht ist eine komplett andere.

Bei WeChat gibt es zwei verschiedene Arten von Official Accounts: Die Service- und die Subscription-Accounts. Einfach gesagt: Subscription-Accounts sind vor allem für Newsletter und Content da, Service-Accounts mehr für Kundenservice, Interaktion und E-Commerce. Das bedeutet in der Praxis, dass die Newsletter von Subscription-Accounts in einem eigenen Abo-Ordner erscheinen und von jedem Subscription-Account ein Newsletter pro Tag an Fans geschickt werden kann.

Service-Accounts haben dagegen nur die Möglichkeit 4 Newsletter im Monat an die Fans zu schicken. Dafür haben sie aber deutlich mehr Sichtbarkeit, denn sie sind direkt bei den persönlichen Kontakten und Chatgruppen angeordnet. Und sie verfügen über weitere Programmierschnittstellen, um zum Beispiel E-Commerce, WeChat Pay und CRM-Anbindungen anbieten zu können.

Bei WeChat gibt es bereits über 20 Millionen Official Accounts, die meisten davon schicken aktiv Newsletter an die Subscriber und Fans. Die Newsletter selbst sind komplett anders als persönliche Chatnachrichten, d.h. es sind in HTML gelayoutete Artikel mit Animationen und Videos. Pro Newsletter kann ein Hauptpost mit bis zu 8 Subposts veröffentlich werden. Die einzelnen Newsletter sind teilweise so lang wie ein kleines Buch. Content ist also King bei WeChat und wird derzeit immer aufwändiger, kreativer und grafischer. Die Zeit die eine Marke pro WeChat-Artikel mit der Redaktion verbringt liegt zwischen 6 und 20 Stunden, bei Video-Produktion natürlich noch mehr. Dafür gibt es keine Kosten für die Veröffentlichung auf der Plattform.

In Deutschland gibt es bereits einige Marken, die auf WeChat per Newslettern mit ihren chinesischen Zielgruppen kommunizieren, dazu gehören z.B. das Kaufhaus Breuninger, der Frankfurter Flughafen, die Outletcity Metzingen. Für deutsche Marken in China gehört WeChat natürlich zum Standard im Marketing.“

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3) Viber – Die WhatsApp Newsletter Alternative im Osten

Die lilafarbene Messaging App, die ursprünglich in Israel entwickelt wurde, ist lokal vor allem in Osteuropa und Russland populär und dort auch eine echte Alternative zum WhatsApp Newsletter . Sie bietet die Möglichkeit für Unternehmen einen breiten Kundenstamm zu erreichen, indem die ihren Seiten folgen und dadurch Newsletter erhalten, ähnlich wie bei Facebook. Über einen Anbieter wie MessengerPeople können automatisierte Chatbots eingerichtet werden, die mit dem Kunden interagieren, nachdem der durch einen Newsletter auf ein Angebot aufmerksam gemacht wurde. Der User muss den Chatverlauf hier nicht initiieren, sondern nur der Seite folgen.

Mit 1-2 Cent pro Empfänger nutzen Firmen wie WWF oder Tech Talk diese Plattform, um über 2,5 Mio. Nutzer in Deutschland zu erreichen.

Viber Newsletter ScreenshotViber Newsletter Screenshot FC Barcelona

Noch mehr Viber? Hier erfährst Du: Alles was man sonst noch über Viber wissen sollte!


4) Telegram – Der sichere Messenger Newsletter

Telegram gilt gemein hin als sehr sicherer Messenger. Durch die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nachrichten (die auch WhatsApp nutzt), bietet Telegram eine besonders sichere Messaging Plattform an. Im Business Bereich können Unternehmen Newsletter verschicken und Kunden können über die Plattform auch direkt bezahlen.

Bei Telegram läuft das Abonnement von Newslettern ähnlich wie bei WhatsApp, über Kommandos. Der Kunde initiiert die Konversation und abonniert den Newsletter durch Klick auf den vorgefertigten „Start“ Button. Dieses Abonnement kann jederzeit durch ein Kommando, wie „Stopp“ beendet werden. Vorteil bei Telegram ist der Discover Bereich – so können Unternehmen direkt in der Telegramm App gefunden und abonniert werden.

In Deutschland liegt Telegram mit ca. 5 Mio. Nutzern auf Platz 9 der beliebtesten Messaging Apps. Dieser Service wird schon heute von Firmen wie FAZ, Euronews oder Bayern 2 aktiv als Alternative zum WhatsApp Newsletter genutzt.

Telegram Screenshot für NewsletterTelegram Newsletter

Was man sonst über den Telegram Messenger wissen sollte, haben wir hier zusammengeschrieben.


5) Threema Work – Der interne Unternehmens-Newsletter

Threema Work bietet eine interne Kommunikationsplattform für Firmen an, die es schafft, Newsletter intern und zusätzlich sicher zu versenden. Der Schweizer Messenger Dienst bietet die Möglichkeit über Feeds und Verteilerlisten eine Nachricht an beliebig viele Empfänger zu versenden. Über Feeds können sich Mitarbeiter eigenständig ab- und anmelden.

Die Option des interaktiven Chatbots ermöglicht dem Unternehmen ein „interaktives Informationsabfrage-System“ anzubieten.

Ab 5€ bis 220€ kann Threema Work monatlich für diese Zwecke genutzt werden und umfasst zusätzlich Unternehmens-relevante Features wie Terminplanung, Gruppenchats oder Umfrageaktionen.  In Deutschland ist dieser Dienst noch in den Startlöchern mit ca. 1,9 Mio. Nutzern, wird aber schon erfolgreich von Unternehmen eingesetzt.ThreAusführlich Infos zu Threema in unserem Artikel: Messaging Apps & Brands: Der Threema Messenger


Alternative für WhatsApp Newsletter? Das Fazit:

Klar, WhatsApp war was Verbreitung, Öffnungs- und Klickraten anging ganz klar die Nummer 1 für Newsletter.  Die WhatsApp Business API unterstützt keine Newsletter mehr, aber dafür andere spannende Use Cases im Bereich Kundenservice und Unternehmenskommunikation. Mit ca 60 Mio. Nutzer ist WhatsApp der klare Platzhirsch in Deutschland und es gibt keine wirklich Alternative zu WhatsApp Newslettern.

Wer gar nicht auf Messenger Newsletter verzichten möchte, dem empfehlen wir den Facebook Messenger – mit einer großen Reichweite eignet er sich perfekt dazu, einen breit gefächerten Kundenstamm zu erreichen. Telegram eignet sich im Gegensatz dazu, eine sehr spezielle Zielgruppe zu erreichen. Threema, Viber und WeChat sind spannende Messenger mit speziellen Zielgruppen – aber zu unbedeutend, um auf dem Deutschen Markt, eine echte Alternative zum WhatsApp Newsletter darzustellen.


Tipp: Wenn du die nächste Stufe der Messenger Kommunikation nicht verpassen möchtest, lies unseren Beitrag „Von Push zu Pull: Die Zukunft der Messenger Kommunikation.“ Hier erfährst du, wie Unternehmen schon heute per Pull-Kommunikation mit relevanten Inhalten die Wünsche ihrer Kunden erfüllen.


Wenn auch du eine tolle Idee mit WhatsApp oder anderen Messengern umsetzen willst, dann tritt mit uns in Kontakt (gern per WhatsApp)!

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