„7 Fragen an … “ Wie die Mindener Tageszeitung Klickraten zwischen 60% & 70% auf WhatsApp erzielt

 In Kundeninterviews

Artikelbild „7 Fragen an Nina Könemann“ fehlt

In unserer Reihe „7 Fragen an …“ sprechen wir heute mit Nina Könemann vom Mindener Tageblatt. Erst kürzlich hat die Zeitung bei Ihren Lesern und WhatsApp Abonnenten eine Nutzerumfrage zu Ihrem WhatsApp Newsletter gestartet – mit großartigen Ergebnissen! 94% der befragten User wollen weiterhin Nachrichten des Tageblatts via WhatsApp erhalten, viele wünschen sich sogar mehr Nachrichten und fast die Hälfte der Nutzer zeigt auch Interesse an kostenpflichtigen Plus-Inhalten. Und das mit Klickraten bis 70%!
Höchste Zeit also für ein Gespräch mit der verantwortlichen Leiterin der Digitalredaktion!

„Wir haben den WhatsApp-Dienst zwei Wochen lang mit den Usern zusammen getestet –  das Ergebnis war überwältigend!“

Das Mindener Tageblatt ist eine lokale Tageszeitung, die mit einer verkauften Auflage von bis zu 35.000 Exemplaren in Teilen des Kreises Minden-Lübbecke erscheint. Hinzu kommen 180.000 monatliche Nutzer auf dem Online-Portal MT.de. Das MT liefert bereits seit 1997 aktuelle Nachrichten im Internet und gehört damit zu den ersten Zeitungsverlagen mit einer eigenen News-Homepage. Mittlerweile ist der Verlag auch mit zahlreichen Apps auf dem Markt, die Redaktion unterhält Kanäle auf Facebook, Twitter, Instagram, YouTube und neuerdings auch WhatsApp, dort tauscht sie sich mit Ihren Lesern aus.

Die Mindener Tageszeitung mit topaktuellen News aus der Region im WhatsApp Newsletter

Neue Grafik „Smartphones Mindener Tageszeitung“ fehlt

1. Hallo Nina, wie seid Ihr auf die Idee gekommen, ausgewählte Nachrichten auch via WhatsApp an Eure Leser zu senden?

Wir haben nach einem schnellen Weg gesucht, unsere Nachrichten auf die Smartphones der Leser zu schicken. Das können wir zwar auch mit der Push-Funktion unserer News-App, doch mit WhatsApp haben die User die Möglichkeit uns direkt Rückmeldung zu geben. WhatsApp war deshalb vor allem wegen seiner Chat-Funktion und Reichweite für uns interessant. Wir bekommen täglich zahlreiche Anfragen und Anregungen aus den sozialen Netzwerken, mit WhatsApp wollten wir dem Leser nun eine weitere Möglichkeit bieten, Kontakt zu uns aufzunehmen.

2. Welchen Vorteil siehst Du dabei im Versand per WhatsApp, im Vergleich zu anderen Channels wie Facebook oder Social Media?

Bei WhatsApp können wir uns darauf verlassen, dass unsere Nachrichten sofort auf den Smartphones der User erscheinen. Das ist bei Facebook und Instagram so nicht mehr der Fall, wir können unsere Einblendungen dort ja nur noch indirekt beeinflussen. Bei Twitter muss der Leser entweder viel selbst suchen oder ständig seine Timeline verfolgen, dazu fehlt den meisten die Lust und die Zeit.

3. Wie kommt Euer Service bei den Lesern an, kannst Du uns etwas über Eure Klickraten verraten?

Wir haben den WhatsApp-Dienst zwei Wochen lang mit den Usern zusammen getestet und das im Vorfeld auch so beworben. Am Ende der Testphase haben wir dann alle Nutzer gebeten, ihre Eindrücke zu schildern und die Anzahl und Art der Nachrichten zu bewerten. Das Ergebnis war überwältigend: 94 Prozent wünschen sich, auch weiterhin Nachrichten von uns über WhatsApp zu bekommen. Knapp die Hälfte wollte sogar mehr als die bisher versendeten ein bis drei Nachrichten am Tag. Bei starken Themen, wie zum Beispiel Verkehrsnachrichten, haben wir Klickraten zwischen 60 und 70 Prozent.

Neue Grafik „Q4 Zu welchen Uhrzeiten möchten Sie informiert werden?“ fehlt

4. Welche Zielgruppe wollt Ihr mit Nachrichten via WhatsApp ansprechen?

Unsere Zielgruppe wohnt entweder in unserem Verbreitungsgebiet oder kommt von hier und interessiert sich für die Ereignisse aus der alten Heimat. Das Alter unserer Nutzer bildet einen typischen Querschnitt ab: Zwei Drittel der WhatsApp-Abonnenten sind zwischen 30 und 60 Jahre alt. Doch auch viele Senioren und Schüler sind Teil unserer Nutzer. 95 Prozent wohnen im Kreis Minden-Lübbecke oder kommen von hier. Was uns besonders freut: Mehr als 35 Prozent der Nutzer sind weder Abonnenten unserer Tageszeitung, noch von MT.de. Wir erreichen mit WhatsApp also Menschen, die uns bisher nicht nahe standen.

5. Welche Inhalte funktionieren deiner Meinung nach auf WhatsApp und wie oft veröffentlicht Ihr etwas?

Bei uns werden vor allem Themen geklickt, die aktuelle und lokal sind. Überregionale Nachrichten bekommen die Nutzer bereits von zahlreichen anderen Medien, meist sogar schneller. Unfälle, politische Ereignisse oder Veranstaltungstipps aus Minden und Umgebung gibt es aber nur bei uns direkt per WhatsApp aufs Handy. Wir überlegen derzeit noch, ob wir neben den aktuellen Push-Nachrichten noch einen täglichen Nachrichtenüberblick anbieten werden, einige Nutzer haben sich das gewünscht. Bisher fehlt uns jedoch ein Konzept, das jenseits der typischen Linksammlung funktioniert.

Neue Grafik „Q3 Wie oft möchten Sie Nachrichten erhalten?“ fehlt

Eine Zusammenfassung der User-Umfrage gibt es hier.

6. Welche Abteilung betreut bei Euch WhatsApp und wie hoch ist der Aufwand?

WhatsApp wird derzeit ausschließlich von der Digitalredaktion am Newsdesk betreut. Da wir ein bis drei Nachrichten am Tag verschicken, hält sich der Aufwand in Grenzen. Allerdings erwarten die User schnelle Antworten, wenn sie eine Frage per WhatsApp stellen. Der Onliner muss daher den Kanal immer im Auge behalten und schnell reagieren können.

7. Wenn du einen Wunsch frei hättest: welche Features würdest Du Dir von MessengerPeople wünschen um Deine Arbeit zu erleichtern oder erfolgreicher zu machen?

Die Emoji-Ansicht ist leider eher kleinteilig und unübersichtlich, gerne könnten es auch ein paar mehr Motive sein – mir hat schon häufiger das grüne Übelkeits-Emoji gefehlt 😉 Außerdem wäre es schön, die Nutzerbilder größer angezeigt zu bekommen. Das macht es in der Kommunikation leichter, denn wir schreiben einen 80-Jährigen wenn möglich anders an als einen 14-Jährigen. Auch eine Chat-Push-Funktion, z.B. in Form einer App, wäre hilfreich, dann könnten wir noch schneller auf Nachrichten reagieren.

Wir sagen vielen Dank für das nette Gespräch!

 


Hier könnt Ihr euch kostenlos den WhatsApp Newsletter von MT.de abonnieren.


Nina Könemann ist Leiterin der Digitalredaktion des Mindener Tageblatts und verantwortet neben MT.de auch die diversen Social-Media-Auftritte des Verlages. Nachdem sie in Münster Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften studierte, zog es sie zurück in die Heimat – zunächst für ein Jahr in die Nachrichtenredaktion, dann als Beauftragte für die Einführung eines crossmedialen Redaktionssystems. Ihre meiste Zeit verbringt sie jedoch in der Kommunikation mit dem Leser – ob per Mail, Facebook, Insta oder WhatsApp.

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